Die Krasse Herde


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Wie alles begann

...die Herde findet sich

Unsere Geschichte beginnt nicht in der Eis- sondern in der Jetztzeit, genauer im Jahr 1999. Da kaufte ich ein altes Fachwerkhaus "am Ende der Welt", wie meine Mutter immer zu sagen pflegt.

Damit ging ein Kindertraum für mich in Erfüllung: Ein altes Haus mitten in der Natur, der Bauer gleich nebenan und die Jahreszeiten aus erster Hand.

Die Realität ist jedoch anders als in meinen Kinderträumen: Der Bauer verwendet viele, viele Pesti- , Herbi- und Fungizide, so dass ich im Supermarkt einkaufe, das Haus wird nie fertig und der Schnee kommt im Winter durch die Haustür und bei Starkregen läuft der Keller voll. Ich brauchte Jahre, um mich daran zu gewöhnen.

Dabei half mir Sinja, unsere Schäferhündin sehr. Sie hörte sich mein Jammern an, teilte meine Freude, zeigte mir die schönsten Stellen in der Umgebung und öffnete mir so die Augen für Schönheiten inmitten der Agrarwüste und ... wir lieben uns und sind immer zusammen.

Im Jahr 2002 zog Spike bei uns ein: Sinja brauchte einen Hundekumpel, damit sie auch ´mal über mich jammern konnte. Die beiden Schäferhunde verstanden sich sofort und Spike ist heute noch traurig, wenn er nach einem Besuch ohne Sinja wegfährt. Spike lebt heute mit Reinhard ein Dorf weiter und so haben sich die beiden Hunde nicht ganz aus den Augen verloren.

2005 hatten wir eine Mäuseplage im Stall. Eine Katze musste also her. So kam Fuzzy zu uns. Keine Katze, sondern ein wundervoller Kater, der mich zum Katzenfan gemacht hat. Fuzzy stieg aus seiner Box, guckte sich sein neues Zuhause an, befand es für gut (besonders das gekochte Hühnchen) und ist seit dem der Katzenkönig vom Kirchberg. Ganz heimlich, wenn keiner es sieht, köpfeln Sinni und er wenig königlich, sondern ganz innig.

Wir dachten nun sind wir komplett, weil Heino 2006 zu uns zog und wir nun schon sehr glücklich und zufrieden mit der kleinen Herde waren.

Da bekamen wir einen Anruf von Tierschützern: Zwei Hunde drohten auf Sardinien von Hundefängern eingefangen zu werden. Wenn die sie kriegen ist ihre Zukunft der Tod. Ob wir Platz hätten, sie aufzunehmen. Hatten wir und Briga und Brillo zogen ein. Sinja fiel die Aufgabe zu, nicht nur den Kater und uns, sondern auch noch zwei sardische Straßenhunde zu hüten und zu erziehen. Das tat sie mit Bravour. Nun waren wir schon sechs.

Da Fuzzy nun allein unter Hunden war, fanden wir, er bräuchte eine "Beistellkatze". So kam Petzi-Mucki 2008 ins Haus ... und will es gar nicht mehr verlassen. Der Fuzzy ist ihr zu taff, Mucki hat Angst vor ihm und bleibt lieber bei mir oder -bis Juli 2009- allein. In diesem Monat zog eine "Beistellkatze für die Beistellkatze" ein. Yuyu, die kleine zarte vertrauensvolle Spanierin. Leider hat Mucki bis dato auch vor ihr Angst, wir hoffen aber, dass die beiden noch zu einander finden.

Nun ist die krasse Herde komplett: Drei Hunde, drei Katzen und zwei Zweibeiner, die sich Haus, Hof und Futternapf teilen, glücklich sind und sich dem Tier- und Umweltschutz verschrieben haben.


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